Bereits während meines Studiums arbeitete ich autodidaktisch als Tanzpädagoge, bevor ich 2022 meine Ausbildung an der Erika Klütz Schule begann. Zum Tanz selbst bin ich vergleichsweise spät gekommen: Erst 2018 trat er durch eine Swingtanz-Party in mein Leben und entwickelte sich schnell zu einer großen Leidenschaft.
Während der Ausbildung begegnete ich zahlreichen Tanzstilen, die für mich zunächst neu und ungewohnt waren. Diese Vielfalt stellte anfangs eine Herausforderung dar, eröffnete mir jedoch zugleich viele neue Perspektiven auf Bewegung, Körperarbeit und künstlerischen Ausdruck. Besonders die Konzepte von R. von Laban und I. Bartenieff begleiten mich heute in meiner pädagogischen Praxis, da sie mir ermöglichen, Bewegungsabläufe auf ihre Essenz zu reduzieren.
Neben dem Tanz spielt Musik eine zentrale Rolle in meiner künstlerischen Arbeit. Dieses Interesse konnte ich bereits während meines Studiums der Kulturwissenschaften vertiefen. Die Ausbildung an der Erika Klütz Schule hat mir die Möglichkeit gegeben, diese beiden Bereiche miteinander zu verbinden. So habe ich für die Sommeraufführung 2026 „unearth:undertone“ bereits zum zweiten Mal die musikalische Produktion und Kuration für die Schule übernommen. Darüber hinaus habe ich mehrfach Musik für andere Tanzprojekte kuratiert und produziert, unter anderem im Rahmen von explore.dance. Dieses Arbeitsfeld interessiert mich weiterhin sehr, und ich möchte meine Tätigkeit in diesem Bereich künftig weiter ausbauen.
Nach meinem Abschluss im Jahr 2025 arbeite ich nun selbstständig als Tanzpädagoge mit einem Schwerpunkt auf Swing Dance und Improvisation an verschiedenen Institutionen und Tanzschulen. Dabei setze ich mich intensiv mit der afroamerikanischen Kultur und Geschichte auseinander, die dem Swing Dance zugrunde liegt. Dieses Wissen konnte ich bereits 2026 im Rahmen des Workshops „Internationale Tanzformen“ an der Erika Klütz Schule als Tanzpädagoge an neue Generationen weitergeben.
Ich bin der Schule sehr dankbar für die Möglichkeit, meine verschiedenen Interessen miteinander verbinden zu können. Die Ausbildung fördert individuelle Stärken und persönliche Ausdrucksformen der Schüler*innen. In dieser Zeit habe ich Tanz aus vielfältigen Perspektiven erlebt, wertvolle Bühnenerfahrungen gesammelt und meinen Unterricht sowohl methodisch als auch didaktisch weiterentwickelt.